/ FALs virtuelle Welt / Eine Reise nach Hasankeyf

Ein Reisebericht (5. Teil)

Bozdoğan Kemeri (Valens-Aquädukt) So richtig, wie es funktioniert, wusste ich heute noch nicht. Es war Montag, der dritte und letzte Tag in Istanbul. Der Unterschied zum Sonntag fällt gar nicht so auf. In den Moscheen wird genauso gebetet und die meisten Geschäfte haben auch sonntags geöffnet.
Şehzade Cami Auf dem Weg vom Aquädukt zum gedeckten Basar ging ich noch in die Şehzade Camii und die Beyazıt Camii. Obwohl ich nicht so recht wusste, was ich hier kaufen würde, war der Basar sehr interessant, vor allem die Größe imponiert und wie sämtliche Waren ausgelegt werden. Ich habe den Eindruck, dass die rund 4000 Händler den halben Tag damit beschäftigt sind, ihre Waren auszubreiten, und die andere Hälfte damit, alles wieder für die Nacht aufzuräumen. Ich trank erst mal meinen gewohnten Tee.
Das Tor der Universität und Beyazıt-Turm Ich hatte von einem Gewürz-Basar gehört und kannte entsprechendes aus Israel. Diese Gewürze bekommt man in dieser Form in Deutschland nicht. Der Geschmack, der Geruch, die Farben, alles ist dort nicht mehr so intensiv. Und die Leckereien: Lokum (Türkischer Honig), Kadayıf (Blätterteig mit Honig und Haselnüssen) gefüllte Gelee-Schläuche und ähnliches, die Auswahl fällt schwer.
Kapalı Çarşisı (Gedeckter Basar) Das dichteste Treiben war aber in der Lebensmittel-Straße, die zugleich auch die kürzeste war. Man merkt, dass das Verhältnis zu geschlachteten Tieren noch natürlicher ist als bei uns. Das fällt mir fast überall im Ausland auf. Wo hängt bei uns denn noch eine halbe Sau im Schaufenster? Oder wo gibt es Hammelköpfe zu kaufen? Irgendwie bekam ich davon Appetit und aß etwas, bevor es weiter ging, an den Ramadan hatte ich mich noch nicht gewöhnt, in Istanbul ist das aber auch nicht so wichtig.
Kapalı Çarşisı (Gedeckter Basar) Kennen Sie den Hollywood-Film „Topkapi“ aus den 60er Jahren? Der Topkapı-Palast war mein nächstes Ziel. In der Hochsaison ist es, glaube ich, kein Vergnügen, dort stundenlang in der Sonne um Karten anzustehen. Um diese Jahreszeit hatten wir ca. 10° und von Schlange keine Spur, also nichts wie hinein, auf die Suche nach dem Dolch und anderen Schätzen...

6. Teil